Warum setzt sich das Smartphone schnell hin? Experten erklärten dies durch den "Fasseffekt"
Aufgrund einer abgenutzten Zelle kann der Smartphone-Akku Strom verlieren, auch wenn die verbleibenden Zellen noch voll sind.

Die Batterie des Gadgets begann schnell an Ladung zu verlieren, obwohl sich nichts geändert zu haben scheint? Nach Angaben des Technologieportals BGR kann die Ursache der sogenannte „Barrel-Effekt sein.
Das Wesen des Phänomens wird durch eine alte Analogie veranschaulicht. Stellen Sie sich ein Holzfass aus Brettern unterschiedlicher Höhe vor. Egal wie viel Wasser in ihn gegossen wird, sein Niveau wird niemals die Höhe des kürzesten Brettes überschreiten. In ähnlicher Weise funktioniert eine Batterie, die aus mehreren nacheinander verbundenen Zellen besteht: Die Gesamtleistung und -kapazität des gesamten Systems beruht auf den Fähigkeiten des degradierten Elements selbst.
Experten erklären den Mechanismus: Wenn eine der Zellen schneller entlädt als der Rest, schaltet das eingebaute Schutzsystem die Leistung der gesamten Einheit gewaltsam ab. Dies ist eine notwendige Maßnahme, um kritische Schäden an einer schwachen Zelle zu vermeiden. Gleichzeitig kann eine anständige Energieversorgung in benachbarten, gesünderen Elementen verbleiben, aber das Gerät wird es einfach nicht verwenden können.
Eine ähnliche Situation tritt beim Laden auf: Das abgenutzte Bauteil erreicht schnell Spitzenspannung, weshalb der Controller den Ladevorgang vorzeitig stoppt und verhindert, dass sich die verbleibenden Zellen bis zum Ende füllen.
Aber der "Fasseffekt" ist keine universelle Erklärung für eine schnelle Entladung. Dieses physikalische Prinzip ist vor allem für komplexe Batteriebaugruppen relevant, bei denen die Elemente in Reihe geschaltet sind (z.B. in Laptops, Elektrowerkzeugen oder Elektroautos).



