Die Zahl der Sumpffrösche im Berliner Wald ist stark gesunken
Fast alle Amphibien in Berlin sind wegen der Verschlechterung des Lebensraums in der Stadt vom Aussterben bedroht

Fast alle Amphibien in Berlin sind wegen der Verschlechterung des Lebensraums in der Stadt vom Aussterben bedroht. Zu diesem Schluss kommen die Autoren des Berichts der Berliner Stiftung Naturschutz, dessen Daten von der DPA-Agentur herangezogen werden. Die Studie wurde von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben.
Experten bewerteten den Zustand der Lebensräume für 235 Populationen von Amphibien. Experten haben kein Gebiet mit günstigen Bedingungen identifiziert. In 72% der Fälle wird der Lebensraum als arm, in den restlichen 28% als unbefriedigend eingestuft.
Der Bericht warnt, dass viele Populationen am Rande des Überlebens stehen. Ohne gezielte Erhaltungs- und Restaurierungsprogramme stehen sie in naher Zukunft vor einem lokalen Aussterben. Sogar Tiere, die traditionell als an städtische Umgebungen angepasst angesehen werden, darunter der glatte Molch, der essbare Frosch und die Kröte, sind bedroht. Diese Arten sind in der deutschen Hauptstadt selten.
Umweltschützer liefern Daten, die das Ausmaß des Problems zeigen. Am Beispiel des Barssees im Grunewald der Hauptstadt ist die katastrophale Dynamik des Bevölkerungsrückgangs sichtbar. In den frühen 1980er Jahren wurden hier jährlich mehr als zweitausend erwachsene Sumpffrösche registriert. Mitte der 1990er Jahre war ihre Zahl auf 100-200 Personen gesunken. In jüngsten Beobachtungen fanden die Forscher nur einen Mann.



